5 Fragen an ... Coach und Lektorin B.B. Scharp

Für die meisten von uns ist das Schreiben (leider) nicht der Hauptberuf. Einige wollen es, andere wollen, dass das Schreiben ein Teil des Lebens bleibt. B.B. Sharp, die hier als Tina angesprochen wird, kommt aus dem Projektmanagement und weiß, dass Zeit ist in jedem Projekt ein wichtiger Faktor. Natürlich auch beim Schreiben eines Buches. Darüber sprechen wir in Folge 72 des Zeilenschlinger-Podcasts. Vorab hat sie uns ein paar Fragen über sich beantwortet.


5 Fragen an Autorencoach B.B. Scharp / Im Podcast spricht sie über Schreiben in Teilzeit

Du coacht Autor:innen und lektorierst, wie bist du dazu gekommen.


Tina: Ich gehöre zu den Quereinsteigern und bin schon immer sehr neugierig gewesen. Auf neue Dinge, auf spannende Dinge. Angefangen hat es eigentlich damit, dass ich eine Ausbildung zur Hundetrainerin gemacht habe. Auch das war mir zu wenig. Deswegen habe ich noch Naturheilkunde für Hunde studiert. Nach zehn Jahren habe ich dann gedacht: Jetzt schreibe ich einfach mal ein Buch darüber, was ich in der Zeit so gelernt und erlebt habe. Dann habe ich gesagt, vielleicht brauche ich da auch Unterstützung. Also habe ich mich bei der Schule des Schreibens angemeldet, um ein Sachbuch zu schreiben. Das ist jetzt vier Jahre her. Ich bin beim Schreiben einfach Zuhause angekommen. Ich kann auch nicht mehr anders. Ich habe auch keine Wahl. Deswegen habe ich mich im Januar 2022 auch komplett selbstständig gemacht.

Ich hatte früher schon geschrieben – überwiegend Gedichte – und viel gezeichnet. Aber viele ergreifen da Berufe, die sie erstmal ernähren und ihre Miete bezahlen. Und so war es auch bei mir. Das war natürlich auch von meinen Eltern gewünscht: Lern doch erstmal etwas Anständiges.



Du hast von deinem Sachbuch gesprochen: Bist du damit den "offiziellen" Verlagsweg gegangen oder ins Selfpublishing?


Tina: Pass mal auf: Das Buch habe ich gar nicht geschrieben. Tatsächlich ist es dazu gekommen, dass ich während des Studiums beschlossen habe, einer anderen Passion zu folgen: Der Belletristik. Ich habe dann ein Kinderbuch geschrieben, das ich im Selfpublishing veröffentlicht habe.


Du hast ja was – ich sag mal – mit Grafikdesign am Hut. Hast du das Buch auch selbstständig illustriert?


Tina: Ja. Das ist jetzt schon drei Jahre her. Ich würde da heute noch anders drangehen. Aber es ist nicht so, als müsste ich es verstecken. Es ist mein erstes Buch und dazu stehe ich auch. Allerdings habe ich es damals in schwarz-weiß gemacht, weil die farbige Version deutlich teurer ist. Aber ich wollte damals nicht 24 Euro nehmen, weil ich die Zielgruppe kenne.


Also gehst so viele Wege. Wenn du dich entscheiden müsstest, was liegt dir am meisten am Herzen?


Tina: Also, ich kann da jetzt nicht einen Weg gehen. Für mich gehören Bücher und Grafikdesign zusammen. Für mich gehören Text und Farbe zusammen, deswegen heißt meine Firma auch so. Schließlich gibt es kein Buch ohne Cover. Deswegen ist es auch wichtig, sich damit zu beschäftigen, wenn man das Buch verkaufen will. Denn gerade das Cover führt zur Kaufentscheidung.


Wie schafft man sich Raum zum Schreiben? Welche Opfer muss man bringen und welche Chancen nutzen? Darüber sprechen wir mit der Lektorin und Coach B.B. Scharp in Folge 72.






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