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5 Fragen an ... Evelyne Aschwanden

Evelyne Aschwanden ist Fantasy-Autorin und erfolgreiche Selfpublisherin. In ihren Buchreihen erzählt sie von Freundschaft und Familie und hat es damit schon mehrfach auf die Shortlist des Selfpublishing-Buchpreises geschafft.


Du schreibst Fantasy-Geschichten und auf deiner Homepage heißt es: „An der Grenze zwischen Möglichem und Unmöglichem fühle ich mich zu Hause.“ War dir schon immer klar, dass du irgendwann Fantasy-Autorin sein möchtest?


Das war mir tatsächlich schon sehr früh klar. Ich habe die ersten Geschichten schon mit sieben, acht Jahren geschrieben. Das waren ausschließlich Fantasy-Geschichten, weil das auch das war, was ich damals gelesen habe, was mich fasziniert hat. Und diese Leidenschaft hat mich nie wieder losgelassen.


Deine Romane standen nun schon mehrfach auf der Shortlist des Self-Publishing-Buchpreises, eine großartige Leistung und Bestätigung! Warum hast du dich bewusst für das Selfpublishing entschieden?


2017 war ich frisch vom Gymnasium, die Matura war abgeschlossen und ich wollte mir den langersehnten Traum vom eigenen Buch verwirklichen. Ich habe mich ein bisschen informiert und bin dabei auf die Möglichkeit des Selfpublishing gestoßen. Ich habe mein Debüt selbst veröffentlicht und dabei gemerkt, dass es mir Spaß macht in diesen Prozessen involviert zu sein. Die Kontrolle vom ersten Entwurf bis zur Veröffentlichung zu haben. Ich habe mich deshalb entschlossen für meine weiteren Projekte gar nicht erst einen Verlag zu suchen, sondern weiter den Weg mit Selfpublishing zu beschreiten. Ich bin damit sehr glücklich.


Auf deiner Homepage erzählst du, dass du mit elf deinen ersten 300-seitigen Roman geschrieben hast. Wie viele Geschichten hast du vor der Veröffentlichung deines Debüts geschrieben und warum hast du dann genau dieses Buch als erstes veröffentlicht?

Ich hatte schon immer Mühe mich kurz zu fassen, deswegen habe ich sehr viele, sehr lange Romane geschrieben. Vor der ersten Veröffentlichung waren es sicherlich über zehn abgeschlossene Romane und dazu zählen noch nicht die unzähligen angefangenen Projekte, die ich aus diversen Gründen nicht fertiggestellt habe. Die Entscheidung für mein Debüt war sehr leicht, weil das in dem Moment das Projekt war, das mich am meisten fasziniert hat. Es hat mich zum Zeitpunkt der Veröffentlichung schon zwei Jahre begleitet, in ganz vielen verschiedenen Versionen. Und deshalb habe ich entschieden, dass ich es mit diesem Buch versuchen möchte. Das war mehr eine Bauchentscheidung als eine rationale Entscheidung.


Was ist für dich das herausforderndste und das schönste daran, Autorin zu sein?


Das herausforderndste für mich als Selfpublisherin ist die Balance zwischen meiner Selbstverwirklichung und dem Schreiben von Büchern, die ansprechend sind, eine Zielgruppe haben und tatsächlich auch gelesen werden. Das ist der Konflikt zwischen "seine eigene Seele verkaufen" und "gegen den Mainstream schreiben". Das klingt jetzt alles sehr dramatisch, aber die meisten Autor:innen wissen sicher, wovon ich spreche und kennen diesen inneren Konflikt, der da ständig läuft. Und gleichzeitig ist das auch einer der schönsten Teile, dass man die Freiheit hat, sich so auszudrücken, wie man möchte. Dass man seine Geschichten mit der Welt teilen kann und vielleicht auch Leser:innen für Bücher findet, die ein bisschen besonders sind. Dass man Nachrichten von Leser:innen erhält, die begeistert waren und genau das Herzklopfen beim Lesen der Geschichte haben, wie ich beim Schreiben.


Woher kommen deine Ideen?


Viele Menschen haben das Gefühl, dass wir Autor:innen ständig auf der Suche nach Inspiration sind. Das stimmt zu einem gewissen Grad natürlich schon. Aber es ist nicht so, dass ich in den Wald gehe, mich da auf einen Stein setze und hoffe, dass ich von der Muse geküsst werde. Es ist eher ein unterbewusster Prozess. Es kann auch mal sein, dass ich unter der Dusche stehe und eine ganz tolle Idee habe, für eine Fantasy-Welt oder einen tollen Pitch. Es ist nicht so, dass ich die Ideen suche, die Ideen finden mich und dann möchte ich diese Ideen auch aufschreiben.

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