5 Fragen an … Mechthild Gläser

Ihr Debüt veröffentlichte sie mit 25 Jahren seit dem schreibt Mechthild alle ein bis zwei Jahre ein neues fantastisches Jugendbuch für den Loewe Verlag. Ihr Genre hat sie bis heute nicht gewechselt. In Folge 59 erklärt sie uns, warum man nicht zu alt für Jugend-Fantasy ist und was man beim Schreiben beachten muss. Doch zuvor hat sie uns fünf Fragen über ihr Leben als Autorin beantwortet.


1. Wie hast du mit dem Schreiben begonnen, ich habe nur gelesen, dass es früh war?


Mechthild: Ja, ich habe schon immer total gern gelesen, aber ich habe mir lange keine Gedanken darüber gemacht, wo Bücher eigentlich herkommen. Ich dachte nicht, dass sie auf Bäumen wachsen. Aber ich habe mich nicht damit auseinandergesetzt, wer Autoren sind und was sie machen. Ich war einfach fasziniert von den Geschichten. Irgendwann – Ich glaube, ich war ungefähr 14 – war ich in einer Theatergruppe bei uns in der Schule. Da hat die Lehrerin die Stücke selbst geschrieben, die wir gespielt haben. Als ich das herausgefunden, dass eine Lehrerin – also ein normaler Mensch – eine Geschichte geschrieben hat, war das der Moment, in dem ich auf die Idee gekommen bin, auch mal etwas zu schreiben.


2. Wie kamst du dann zu der Idee für dein Debüt "Stadt aus Trug und Schatten", das 2013 erschienen ist?


Mechthild: Ich lese total gern Fantasy und finde es spannend, mir andere Welten auszudenken und Was-wäre-wenn-Fragen zu stellen. In meinem Debüt-Roman geht es um eine Traumwelt. Ich habe mir gedacht, das wäre doch cool, dass man nicht einschläft, sondern in einer anderen Welt aufwacht und da krasse Abenteuer erlebt. Aber man wacht dann morgens auf und weiß es nicht mehr. Man führt ein Doppelleben. Um diesen Ausgangspunkt habe ich die Geschichte gestrickt.



3. Und wie kam es dann zur Veröffentlichung? Also wie lange hast du daran geschrieben und wann hast du dich entschieden, es zu veröffentlichen?


Mechthild: Im Vergleich war ich relativ jung, als mein Buch erschienen ist. Aber ich habe auch früh angefangen zu schreiben. Also war es doch ein langer Weg. Ich habe mich mit 16 / 17 Jahren bei Agenturen beworben. Schon vorher hab ich meine Manuskripte zu Verlagen geschickt, aber da kam nie etwas zurück. Das war halt frustrierend. Dann habe ich eine Agentur gefunden.

Von dem Moment, als ich an meinem Schreibtisch saß und gesagt habe: "Hey, ich schreib ein Buch" bis zu dem Tag, als ich mein erstes Buch im Buchladen gesehen habe, waren das zehn Jahre.

In denen ich hauptsächlich Absagen kassiert habe. Aus meiner Perspektive musste ich schon einen ziemlich langen Atem haben, aber ich war trotzdem 25, als mein erstes Buch rauskam.


4. Schreibst du derzeit ein Buch?


Mechthild: Ja, da war Abgabe am 31. Dezember (2021) und ich warte derzeit noch auf das Lektorat. (Stand: Januar 2022)


5. Viele unserer Hörer_innen träumen davon, vom Schreiben leben zu können. Du studierst ja "nebenbei" noch Medizin. Welchen Platz nimmt das Schreiben in deinem Leben ein?


Mechthild: Schon immer noch einen großen und ich lebe ja auch davon – noch. Also eigentlich … vom Schreiben zu leben ist schön, aber es ist auch mit sehr viel Druck verbunden. Und seit ich dieses Studium noch mache, ist der Druck viel kleiner geworden. Weil ich weiß, wenn es mit den Büchern doch nicht so weiter geht, wie ich mir erhoffe, dann mache ich eben etwas anderes.


Wer mehr über Mechthild Gläser und über das Genre fantastisches Jugendliteratur erfahren möchte, hört in Folge 59 des Zeilenschlinger-Podcasts. Überall dort, wo es Podcasts gibt und auf YouTube.




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