Episode 002: Von Dinosaurier-Erotika und Corona-Romance: Das literarische Genre

Was haben Dinosaurier eigentlich mit Erotik zu tun? Wir (Johanna, Amy und Anne) haben uns in der zweiten Folge des Zeilenschlinger-Podcast tief in die Nische absurder Subgenres begeben. Wer hätte gedacht, das Genres so viel Spaß machen können?


Ein Meilenstein: Wir haben nun schon die zweite Folge des Zeilenschlinger-Podcasts herausgebracht. Nachdem wir uns kurz auf die Schultern klopfen, gehr es gleich zu den Neuigkeiten aus der Buchwelt.


Hörbücher aus der Dose


Wer hat denn schon mal davon gehört, dass es bald künstliche Hörbücher geben soll? Wir können uns das schlecht vorstellen, aber gleich zwei Unternehmen wollen Bücher automatisch in Hörbücher umwandeln lassen - mit Hilfe künstlicher Intelligenz. Vorerst nur in Amerika und England. Hat das Konzept Erfolg, ist es nur eine Frage der Zeit, bis wir uns von Siri, Alexa und Co. etwas auf Deutsch vorlesen lassen können. Mehr dazu hier.


Das literarische Genre


Nach einer super eleganten Überleitung von Anne geht es über zum Hauptthema: Genre. Amy beschreibt es vor allem als Hauptthema eines Buches. Doch es ist viel mehr als das. Eine umfassende Einleitung in das Thema hat sie hier noch einmal festgehalten. Denn in dem Dschungel aus Genres und Subgenres kann man sich schnell mal verirren.



Doch muss man ein bestimmtes Genre bedienen? Im Endeffekt sind es immer die großen Werke, die als Vorreiter ein Subgenre begründen. Als Trend lösen sie eine Welle von Nachahmern aus und sorgen so dafür, dass sich sowohl diese Unterform als auch die Leserschaft festigt. Wir nennen als Beispiel die "Tribute von Panem", die nicht nur eine Welle von Dystopien hervorgebracht, sondern auch Computer-Spiele beeinflusst haben.

(Im Eifer des Gefechts war hier ein komplexer Prozess doch etwas zu vereinfacht: Hier ein Polygon-Artikel, der das ganze noch einmal genauer in Relation stellt.)


Lustiges Cover-raten


Welches Buch welchem Genre angehört, kann man schnell auch am Cover erkennen. Grundlegende Elemente tauchen wie Klischees immer wieder auf dem Umschlag des Buches auf. Als Beispiel nennt Amy: "Junge Frau mit Ballkleid sieht nach rechts oben in die Ferne, während hinter ihr etwas glitzert." Sie zeigt, dass man dieses Spiel auch weiterspinnen kann, das Cover-Rätsel könnt ihr hier ausprobieren.


Augenauf bei der Wahl der Amazon-Kategorien


Wer als Selfpublisher sein E-Book bei Amazon verkauft, für den haben wir noch einen Insider-Tipp verraten. Hier muss man es in den richtigen Kategorien unterbringen. Schließlich soll die passende Zielgruppe das Buch finden und nach Möglichkeit kaufen.

Hier lohnt es sich, regelmäßig einen Blick auf diese Kategorien zu werfen. Mehr dazu hier.


Den Hitmix im Genre finden


Von Genre-Mischungen raten gerade Verlage immer wieder ab. Natürlich soll man die Geschichte schreiben, die einen auf der Seele brennt, doch muss man dann gerade beim Marketing aufpassen.


Dass eine absurde Idee und ein ungewöhnlicher Genre-Mix auch richtig gut ankommen können, merkt man jedoch schon an unseren Reaktionen, während wir über Dinosaurier-Erotika sprechen. Dieser bizarre Mix, der etwa vor fünf bis sieben Jahren groß gefeiert wurde und für den unter anderem Dr. Chuck Tingle (Pseudonym) bekannt ist, zeigt, dass auch absurde Ideen durchaus eine Leserschaft reizen können.

Auch aktuell scheint die Literatur bizarre Wege zu gehen und neue Genre-Nischen zu erobern. Wer hätte noch vor einem Jahr gedacht, dass es mal Viren-Erotik bzw. Corona-Romance geben würde. Das Genre Bizarro-Fiction will zumindest Johanna nachträglich im Blick behalten - und nicht nur, weil das Wort sie an Zorro erinnert.



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