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Ein Vampir, der wegen Corona verhungert und drei Podcasterinnen, die sich inspirieren

Aktualisiert: Juni 15



In der 6. Folge des Zeilenschlinger Podcasts dreht sich alles um das Thema Inspiration. Johanna, Amy und Anne haben eine Mission: Euch zu Musenstalkern zu machen. Und deshalb ist die Folge vollgestopft bis obenhin mit Tipps und Ideen, um die Muse dazu zu bringen, endlich in Knutschlaune zu kommen.



Schreiben, schreiben, schreiben

Inspiration, erklärt Johanna, bedeutet Beseelung oder Einhauchung und beschreibt eine Eingebung oder eine plötzliche Idee. Schön und gut, aber wie kommt man denn dahin, dass die Muse um einen herumflattert, wenn man am Schreibtisch sitzt?


Der erste und wichtigste Tipp: Schreiben, schreiben, schreiben. So langweilig, wie effektiv. Schon Edison wusste, dass Genie zu 99% Transpiration und nur zu 1% Inspiration ist.


Heißt: Wer sich regelmäßig auf den Hintern setzt und loslegt erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass die Ideen fließen.


Im eigenen Unterbewusstsein kramt sich's am besten

Blöderweise kommen die besten Ideen allerdings immer genau dann, wenn man gerade nichts zum Schreiben dabeihat. Unter der Dusche. Auf dem Fahrrad. Oder im Bett, wenn man gerade so schön beim Einschlafen ist. Wobei, so blöd ist das eigentlich gar nicht. Denn Entspannung hilft uns dabei, alles was wir sehen und erleben zu verarbeiten, neu zu verknüpfen und dabei Probleme zu lösen. Denn alles, was wir aufnehmen nützt uns nichts, wenn wir uns nicht die Zeit geben, es zu verarbeiten.


Überhaupt sind alle unsere Ideen eigentlich nur neue Zusammenstellungen von dem, was es schon gibt. Womit wir auch schon bei einem weiteren Tipp wären: Sucht neue Verbindungen. Ob Ihr Sätze aus einem Hut zieht, Protagonisten und Handlungsorte zusammenwürfelt oder im Lexikon ein zufälliges Wort aufschlagt – das Gehirn versucht, eine Verknüpfung zu finden. Und so entstehen Geschichten.



Was den Geist anregt, regt den Geist an

Theoretisch kann man überall Inspiration finden. In Büchern, Musik und Kunst. In Podcasts und Zeitungen. Beim Belauschen fremder Gespräche oder durch Recherchen zu einem bestimmten Thema. Und natürlich auch im aktuellen Zeitgeschehen. Was den Geist anregt, regt den Geist an, meint Johanna.


Wir proklamieren natürlich keinen Geschichten-Klau, aber eine Idee wird von unterschiedlichen Autor*innen unterschiedlich umgesetzt. Es gibt unzählige Vampirromane, aber hat sich eigentlich schon einmal jemand gefragt, wie es den armen Wesen in Zeiten von Corona geht? Blutsaugen mit 2 Meter Mindestabstand und Maske? Und wie ist es eigentlich mit der Ansteckungsgefahr? Und Schwupps: Eine neue Romanidee ist geboren.



Werdet Musenstalker!


Damit all die schönen, witzigen und seltsamen Ideen nicht verloren gehen ist das Notizbuch (oder die Notiz-App im Handy) der beste Freund eines Schreibenden und bestenfalls immer mit dabei. Dort kann man dann auch gleich die Geschichten der verschiedenen Menschen notieren, mit denen man im Wartezimmer oder im Zug ins Gespräch kommt (wenn man denn der Typ dafür ist) oder die Erkenntnisse aus neuen Schreib- und Plottingmethoden, die man gefunden hat. Denn natürlich kann auch all das für Inspiration sorgen.



Aber ich kann doch gar nicht alles schreiben!


Jetzt haben wir reichlich Ideen gesammelt, aber wie wählt man aus, welche sich auch in der Umsetzung lohnt? Dafür gibt es mehrere Methoden.


Ein Exposé oder ein erstes Kapitel für jede Idee schreiben ist zum Beispiel eine. Nach Motiven suchen, die immer wieder auftauchen oder nach Figuren, die einem einfach nicht mehr aus dem Kopf gehen. Oder aber die Ideen nach Konfliktpotential oder Motivation der Protagonisten abklopfen – denn nicht jede Idee eignet sich auch wirklich zum Roman.



Und zum Abschluss: Unsere Rubriken

Wir inspirieren Euch zum Ende noch mit unserem Wort der Woche, in dieser Woche gibt es sogar zwei davon. Mehr zur schokanten Hanswurstiade findet ihr hier.


Was lest ihr gerade?

Amys Lesetipp ist das Buch King of Scars – Thron aus Gold und Asche von Leigh Bardugo, das sie in diesem Blogpost genauer vorstellt.


Zum Mitnehmen

Und Zum Mitnehmen haben wir in dieser Woche auch einen eigenen Blogpost für Euch. Die Tipps aus dieser Folge (und noch ein paar weitere) gibt es hier. Sucht euch einen davon aus und schaut mal, welche Ideen euch kommen. Wir freuen uns natürlich wie immer, wenn Ihr das Ergebnis mit uns teilt.

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