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Hexfiles - Eine Heldin, die eigentlich nur auf der Couch rumliegen will

Aktualisiert: Okt 4

Ivy Wilde ist eine Hexe. Allerdings hat sie im Gegensatz zu ihrer Nachbarin keine Ambitionen in magischen Kreisen Karriere zu machen und verdient ihr Geld als Taxifahrerin – mit dem geringsten möglichen Aufwand. Mit der Gemütlichkeit ist es allerdings vorbei, als Ivy wegen eine bürokratischen Fehlers magisch an einen anderen Magier gebunden wird. Der arbeitet für die Ermittlungsbehörde des heiligen Ordens magischer Erleuchtung, den Ivy vor Jahren verlassen hat. Als ein wertvolles magisches Objekt gestohlen wird und zwielichtige Gestalten in Ivys Haus auftauchen, ist sie gezwungen mit ihm zusammen zu arbeiten, ob sie nun will oder nicht. Und sie will nicht.

Urban Fantasy und Krimi mit viel Humor


Die Trilogie Hexfiles von Helen Harper ist eine Mischung aus Urban Fantasy und Krimi mit ganz viel Humor. Ivy ist eine Heldin, von der Schreibratgeber abraten: Sie ist faul, will am liebsten nur auf der Couch rumliegen und hat keinerlei Motivation, sich durch die Handlung der Geschichte zu bewegen. Meistens interessiert sie sich nicht einmal für das, was um sie herum passiert.


Die Regeln kennen um sie zu brechen


Das ist nicht aus Versehen so. Helen Harper unterrichtete vor der Veröffentlichung ihres Debüts Englische Literatur in UK, Japan und Malaysia und gibt noch immer Creative Writing Workshops. Sie versteht ihr Handwerk also. Was der Autorin mit ihrer uninteressierten Protagonistin gelungen ist, ist ein ganz eigener, sehr witziger Blick auf die Geschehnisse, der gerade durch Ivys Distanz und Faulheit zustande kommt. Was wieder einmal zeigt, dass wir als Autor:innen die Regeln bewusst brechen und diesen Stilbruch als Stilmittel einsetzen können. Wer die Regeln kennt, kann auch mit ihnen spielen.



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