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Wie aktiv müssen Hauptfiguren sein? – Die Tribute von Panem (Suzanne Collins)

Aktualisiert: 27. Feb.

Die Tribute von Panem von Suzanne Collins sind schon lange kein Geheimtipp mehr. Aber auch und gerade aus weltberühmten Werken können wir als Autor:innen einiges lernen, weswegen es sich lohnt, sich die Trilogie mal genauer anzuschauen.




Dystopie und Gesellschaftskritik


Die Trilogie um Protagonistin Katniss Everdeen und die Republik Panem, die nach Kriegen und Naturkatastrophen gegründet wurde, ist eine Dystopie und Gesellschaftskritik. In Panem finden jährlich die Hungerspiele statt, bei denen junge Menschen aus den verschiedenen Distrikten Panems in einer Arena zusammenkommen und sich bis auf den Tod bekämpfen. Nur ein Tribut darf überleben. Die 16-jährige Katniss meldet sich freiwillig, als ihre jüngere Schwester ausgelost wird. Und damit beginnt ihr Kampf ums Überleben.



Sympathie und aktive Entscheidungen – Was brauchen Protagonist:innen?


Es wurde bereits viel über Protagonistin Katniss geschrieben. Der Charakter ist nicht unbedingt sympathisch, Katniss agiert oft unzulänglich und patzig. Und trotzdem fiebern wir als Leser:innen mit ihr mit. Wird sie überleben? Die Bücher zeigen: Protagonist:innen müssen nicht sympathisch sein. Wichtiger ist Empathie – und davon haben wir hier jede Menge. Wir fühlen mit, als Katniss‘ jüngere Schwester als Tribut ausgelost wird und Katniss sich freiwillig meldet, leiden bei jeder unfairen Entscheidung der Spielemacher mit und verstehen ihren inneren Kampf zwischen Liebe und Überleben.


Für mich war aber auch noch ein anderer Punkt interessant. Immer wieder lesen wir, dass unsere Hauptfiguren irgendwann von der Passivität in die Aktivität kommen müssen, damit unsere Geschichten spannend sind. Aber was heißt das eigentlich und wie aktiv müssen sie wirklich sein?


Kenn' die Regeln, um sie zu brechen


Katniss agiert streckenweise zwar schon aktiv und fällt eigene Entscheidungen, aber weil sie über die gesamte Dauer der Trilogie zu wenige Informationen hat, bleibt sie bis zum Ende ein Spielball ihrer Umgebung. Sie ist keine klassische Heldin, die ihr eigenes Happy End aktiv herbeiführt. Und trotzdem bleiben wir dran und wollen mehr wissen. Was mal wieder zeigt: Es ist gut die Regeln zu kennen. Aber manchmal kann es sich lohnen, sich aktiv dazu zu entscheiden sie zu brechen. Man sollte nur wissen, was man damit erreichen will.


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